Grundlegend veränderte sich mein Leben als Hunde auf der Bildfläche erschienen. Im April 2016 begann alles im Mainzer Tierheim, dort arbeitete ich als ehrenamtliche Ausführerin. Schnell merkte ich, dass ich zu Hunden einen guten Zugang hatte und verliebte mich in die Arbeit dort. Es kam wie es kommen musste - der erste Hund zog bei uns ein und auch der zweite ließ keine 12 Monate auf sich warten. Das veränderte Alles. Ich lernte, mich auf essentielle Dinge zu konzentrieren, meine eigene Ausstrahlung, wir nennen es Energie, wahr zu nehmen und einen Schritt vor den Nächsten zu setzen. Die wichtigste Lektion die sie mich lehrten, und es immer noch lehren, ist im Hier und Jetzt zu leben und nicht der Vergangenheit nachzutrauern oder der Zukunft entgegenzufiebern. Seit ich dies beherzige kann ich jeden Tag leben, den Stress abschütteln und meine "AlltagsHunde" genießen.
Natürlich entscheiden wir uns dafür, einen oder mehrere Hunde anzuschaffen, aber im Gegensatz zu einem Auto oder einem Smartphone hat ein Hund eigene Bedürfnisse und Verhaltensweisen, welche auf irgendeine Art und Weise mit den Unseren harmonieren sollen.
Die wahre Natur des Hundes erkennen – und damit sich selbst stärken.
Ich bin angetreten, um eine neue Perspektive auf den Hund zu eröffnen – für alle Menschen, die mehr sehen als das "liebe, nur spielen wollende" Kuscheltier.
Hunde sind komplexe und soziale Lebewesen, die vielschichtige Bedürfnisse haben.
Dazu gehören:
- Sicherheit und Schutz
- klare Kommunikation
- räumliche Intelligenz
- sozialer Austausch (meist ohne Spiel)
- Anerkennung von Status und Ressourcen
Die Realität sehen – Verantwortung übernehmen.
Um Hunden gerecht zu werden, müssen wir die Realität ihrer Kommunikation anerkennen. Das bedeutet:
Nonverbale Signale ernst nehmen - sehen, wenn der Hund sich unwohl fühlt, auch wenn er noch nicht beißt oder sogar mit dem Schwanz wedelt.
Im Hundekontakt mal beobachten - ist wirklich der Aggressive gerade das Problem?
Raum geben statt belehren - Teams in Schwierigkeiten mit Empathie begegnen und ihnen den nötigen Raum zur Entwicklung zugestehen.
Den eigenen Wert erkennen - zu verstehen, dass der eigene Raum und die eigene Gruppe schützenswert sind und dass du als Mensch die Verantwortung trägst, für beides einzustehen.
Ihr Hund ist ein Laufraubtier, das auf seine ureigene Weise für seine Sicherheit, seinen Respekt und seine Ressourcen sorgt. Es liegt an uns, diese Veranlagungen verantwortungsvoll zu führen.
Das Ziel: Echte Freiheit durch gegenseitigen Respekt.
Was kannst du erreichen, wenn du diese Realität ernst nimmst?
Echte Freiheit und Partnerschaft.
Stelle dir stundenlange Spaziergänge ohne Leine vor, die ihr entspannt genießen könnt – ohne ständige Kommandos oder Schimpfen. Das ist möglich, weil dein Hund mitdenkt und mitarbeitet, wenn er sich ernst genommen und sicher geführt fühlt.
Die aktuelle Entwicklung – Ein Appell zur Besinnung
Mit Sorge beobachte ich eine Entwicklung: Es wird zur Norm, Hunde lebenslang an der Leine zu fixieren. Gleichzeitig lassen sich Menschen scheinbar willenlos von ihrem Tier führen, weil sie glauben, es müsse auf dem Spaziergang tun dürfen, was es will. Wann haben wir aufgehört, auf Augenhöhe zu interagieren?
Ihr Hund ist kein Kuscheltier. Und du bist keine willenslose Marionette.
Nimm dich und deinen Hund ernst! Forder Respekt für deine Person und Körper ein und schenke deinem Hund im Gegenzug die sichere Führung, die er für ein entspanntes Leben braucht.
Lebe Im Hier und Jetzt um mit deinem vierbeinigen Partner im Einklang zu sein, dein Hund und du - Ihr habt es verdient!